Nach dem Besuch des spektakulären Rheinfalls haben wir am Samstag eine kleine Tour an den Bodensee gemacht. Der Morgen begann mit einem siegreichen Kampf gegen den Fahrkartenautomaten am Metropol-Bahnhof Reutlingen. Wenn man sich nicht auskennt, kann sogar der Fahrkartenkauf in einem deutschsprachigen Land zur Hürde werde. Im Zug nach Stein am Rhein sind wir gleich auf eine Horde lustiger Schweizer Sportler getroffen, die mit Bier und jeder Menge guter Laune auf dem Weg zu der, laut ihrer Auskunft, kleinsten schweizer Brauerei in Stammheim waren. Ein lustiger Plausch über Sprache, Dialekte und den Beziehungsstatus der Mädels war ein willkommener Zeitvertreib auf der Fahrt.
Stein am Rhein ist ein wirklich sehenswertes Fleckchen Erde. Durch die, bestimmt arbeitsreiche, Restauration an den Gebäuden, fühlten wir uns unverzüglich mehrere Jahrhunderte zurückversetzt.
Am Mittag sind wir mit der Bahn nach Konstanz weitergefahren. Wieder in Deutschland angekommen haben wir uns einen entspannten Nachmittag bei schönstem Sonnenschein genehmigt. Im Biergarten am Bodenseeufer haben wir nach dem Stadtbummel und einem Spaziergang über das Gelände des „Deutsch-Schweizerischen-Oktoberfest“ die Energiereserven wieder aufgetankt. Während die Mädels beim Shopping waren, habe ich mir das Sea Life angeschaut und gelernt, dass in der Arktis drei viertel der Süßwasserreserven unseres Planeten liegen und Pinguine in der Mauser keinen Bock auf gar nichts haben. Nach wichtigen Lektionen, wie den eben erwähnten, war mein Wissensdurst für den gestrigen Tag gestillt und der Rückweg konnte guten Gewissens angetreten werden.
Weil es in der Schweiz Vieles gibt, nicht aber einen bestimmten probiotischen Zaubertrunk in kleinen grünen Fläschchen, der anscheinend für ein zufriedenes, gesundes Leben notwendig ist, war es von Nöten, im Edeka einen Vorrat mit gefühlten fünf Kilo einzukaufen. Das diese Milchproduktmenge für eine Dame, zum Tragen, aber zu schwer ist, wurde scheinbar ignoriert und der Mann zum Packesel degradiert. Bleibt nur zu hoffen, dass meine Ankündigung, so etwas zum ersten und letzten mal getan zu haben, anhaltende Wirkung hinterlassen hat…





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