Donnerstag, 23. September 2010

Der Anfang

Meine kurzzeitige Blog-Abstinenz lässt sich auf die Tatsache zurückführen, dass diesen Montag der Ernst des Studentenlebens begonnen hat. Seit vier Tagen legen wir unsere akademische Bildung in Schweizer Hände.
Am Montag mussten wir richtig früh raus. Um 8 Uhr Morgens starteten wir vier mit „Medienforschung“ ins Wintersemester. Bis 16:15 Uhr ging es um Validität, Intersubjektivität, Reliabilität und viele andere, alte Freunde aus der Empirie. Insgesamt denke ich, dass es eine gute Wiederholung von „Empirische Methoden“ und „Wissenschaftliches Arbeiten“ im Zusammenhang mit Medien wird.
Am Dienstag war ich der Frühaufsteher, weil ich ab 10 Uhr „Organisationskommunikation“ besucht habe. Für die Mädels ging es erst später los. Also ging es mal wieder mit dem Velo (deutsch: Fahrrad) die 6 Kilometer zur ZHAW. Mit meiner Präsentationspartnerin Nena werde ich bis in zwei Wochen eine Präsentation zum Thema „Corporate Identity und Image“ vorbereiten. Über dieses Thema muss ich im Anschluss auch noch eine Seminararbeit schreiben. Nach OK, die Abkürzung für Organisationskommunikation, in der Schweiz wird vieles abgekürzt, hatte ich erst einmal eine lange Mittagspause. Die Pause habe ich für einen kleinen Stadtbummel und eine Tour durch die Gebäude der Hochschule genutzt. Nach dem Mittag hatten wir vier zusammen Journalistik. Dort müssen wir ebenfalls präsentieren und eine Seminararbeit schreiben. Als Joker haben wir in unserem Dreier-Präsentations-Team noch einen österreichischen Kollegen aus Graz dazubekommen.
Die engagierten Studenten des ESN (European Student Network) in Winterthur haben uns den Dienstagabend mit einer Infoveranstaltung und anschließendem Umtrunk versüßt. Wer danach noch nicht müde war, ging mit ins „Zimmer 31“, einem kleinen Club. Dort lernten wir noch Studenten aus der ganzen Welt kennen. Aus Spanien, Italien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Taiwan, China, Österreich, England und sogar aus Venezuela sind Studenten und Studentinnen in Winterthur. Nach einem genialen, internationalen Abend war das Velo mal wieder unser bester Freund auf dem Weg nach Hause.
Am nächsten Morgen war Schauspiel angesagt. Offiziell nennt sich die Veranstaltung „stand up“. Unsere TrainerInnen sind allerdings allesamt SchauspiellehrerInnen, deswegen werde ich des Weiteren nur noch von Schauspiel schreiben. Jeden Dienstag von 9 bis 16:15 Uhr werden wir Körpersprache, Aussprache, Präsentation und noch vieles mehr üben. In kleinen Gruppen mit acht bis zehn Studierenden geht’s ab jetzt ins Eingemachte. Die erste Lektion hat richtig Spaß gemacht, obwohl einen die Übungen, Spiele und Lektionen manchmal an Grenzen treiben.
Heute hatte ich einen freien Tag, die Mädels waren in der FH. Deswegen nutzte ich die Zeit ganz hausmännisch, spießig für die Haushalts- und Gartenpflege. Rasenmähen, Wäsche waschen und Einkaufen standen auf der Agenda. Im Anschluss war ich in der Küche tätig und habe, auf Wunsch der Damen, eine Spinat-Lachs-Lasagne gekocht. Ein echt teurer Spaß in der Schweiz, das Essen hat uns gesamt rund 30 Franken gekostet, dafür sind wir nun gut gestärkt und gesättigt. Morgen haben wir von 8 bis 16:30 Uhr „Wirtschaft“, für uns ganz ungewohnt, an einem Freitag die Hochschule zu betreten. Die Gelsenkirchener JPRlerInnen wissen von was ich schreibe.
Danach geht es dann nach Zürich zur ESN-Welcome-Party aller Incomings von Wädenswil, Winterthur und Zürich. Neuigkeiten gibt es dann am Wochenende, wenn wir uns von unserer ersten ZHAW-Woche und der Party erholt haben.

Auf den Bildern: Die Mädels beim Pfadfinden; Der Abendhimmel über unserem Häusschen; Die Luxuslasagne in der Pfanne und auf dem Teller

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